Dienstag, 3. Juni 2014

Unangebracht oder einfach nur dumm?

Heute moechte ich einmal das egoistische oder einfach nur dumme Verhalten mancher unserer Gastgeber(innen) aufzeigen.

Wenn man so wie ich staendig unterwegs ist und dann auch noch mit oeffentlichen Verkehrsmitteln, dann kann man wirklich von diesen "Tanten" ein Lied singen. 
Sie begegnen einem ueberall.

Hier im Zug schneidet sich eine "Tante" die Naegel, wobei mir das noch nicht einmal so abstossend vorkommt, wie wenn sie in der Nase popelt und mit den Fingern bis zum zweiten Glied darin schuerft, und das dann stundenlang mit wachsender Begeisterung. 



Selbst in sozialen Netzwerken hier in Thailand sind die

unangebrachte Manieren von Frauen mittleren Alters

 und Seniorinnen diskutiert worden.

Sie handeln einfach egoistisch ja manche sogar 

ruecksichtslos gegenueber anderen in der 

Oeffentlichkeit.

  
Bei Facebook und aehnlichen Seiten werden sie

 einfach "Die Tanten" genannt.




So stelle ich mir die "Tanten" bildlich vor.


Seit Maerz dieses Jahres haben sich mehr als 41.000

 Menschen bei Facebook mit diesem Thema

 befasst.




Eine anonyme Nutzerin fasste das ganze so in einem

 Kommentar zusammen: 



" Tanten sind Frauen, die sich bei der Post, in der

 Bank oder an der Kasse bei Lotus und bei

 7-Eleven-Shops einfach vordraengeln. 




Oder es sind diejenigen die ihre Einkaufstueten auf

 einen benachbarten Sitz im Bus oder an der

 Bushaltestelle ablegen um andere daran zu hindern

 Platz zu nehmen".



Es gibt noch endlose Beispiele mehr.




Man wird auch zu einer "Tante", wenn sie an einer

  U-Bahnstation an den markierten Ausgängen der 

 einfahrenden Züge warten, 

so dass sie in sekundenschnelle einsteigen
   
kann sobald sich die Türen öffnen, ohne die Fahrgäste

  zuerst aussteigen zu lassen. 

Das gleiche gilt bei Aufzügen.


Wenn ein Bus oder Zug ankommt, dann wird es den

 aussteigenden Fahrgaesten fast unmoeglich gemacht

 diese zu verlassen, so dicht stehen die neuen

 Fahrgaeste direkt vor der Tuer. 



Wie hier auf dem Foto die Pfeile fuer die aussteigenden 
Fahrgaeste am Boden aufgemalt sind, stehen "Tanten" direkt
 darauf.
Auch auf diesem Foto ist links ein Pfeil fuer die wartenden Fahrgaeste, aber nein direkt auf den Pfeilen fuer die ankommenden wird gestanden und diese dann beim Aussteigen behindert.


Kurz gesagt, sind "Tanten" für Internetnutzer jene Frauen,

 die keine Rücksicht vor anderen haben und meistens

  als Ausrede ihr Alter angeben.  

Sie haben auch eine Vorliebe für kostenlose 

 Angebote und würden alles tun, 

um das Beste aus diesen herauszuholen.


Mir ist es auch schon oefters passiert, 


dass ich  eine Wartenummer in einer Bank am Nummerngeber gezogen hatte.

Als ich dann aufgerufen wurde,
 erschien eine Frau aus dem Nichts und wollte 
vom Bankangestellten bedient werden. 
Jedoch hatte der Angestellte die Situation durchschaut und mich zum Glück zuerst bedient, vielleicht auch weil er mich kannte und ich in der Vergangenheit bei solch unangebrachtem Verhalten nicht ruhig zusah.


Amporn Benjapolpitak, Direktor des

 Departments für Geistige Gesundheit

 am Rajanukul Institut, sagte, dass sich die

thailändische Gesellschaft verändert hatte. 

Viele Menschen sind sich ihrer Rechte bewusst,

und sie sind nicht bereit diese anderen zu überlassen, 

auch wenn sie Senioren sind.


Sie glauben, Thailänder sind immer noch großzügig zu

 älteren Menschen, aber das zielt nicht auf diese "Tanten",

 die gesund Aussehen und in einer egoistischen Weise

 vorgehen.

 




Mittwoch, 21. Mai 2014

Mein VISA-Run -

der keiner war!
Liebe geneigte Leser meines Blogs, geniessen sie mit mir einen VISA-Run, welcher dem Namen aber nicht entspricht.
Jedes Jahr im August besuche ich meine Kinder, Enkelkinder, Freunde und Bekannte in der alten Heimat, in Deutschland.
Bei dieser Gelegenheit mache ich auch mein Jahres-Visum.
Dieses Visum berechtigt mich aber immer nur fuer 90 Tage im Koenigreich Thailand meine Zeit mit meiner lieben Frau und unserer lieben, kleinen Tochter in dem kleinen Dorf im Isaan zu verbringen, natuerlich auch an den Wochenenden den beliebten Khon Kaen-Stammtisch zu besuchen, mit einer abendlichen Tour um die Haeuser in Khon Kaen-City.
Vor Ablauf dieser 90 Tage muss ich das Koenigreich verlassen, um dann wieder mit einer neuen 90 Tage- Verlaengerung einzureisen.
Aus diesem Grunde ist der Ausdruck VISA-Run nicht richtig, denn ich habe ja ein Visum, aber der Ausdruck ist so gelaeufig und hat sich halt, wie so vieles in Thailand, bei den Expats im Kopf festgesetzt.
Letztes Wochenende war es also mal wieder so weit.
Ausgeruestet mit meinem Pass, einem Passfoto und 30 US-Dollar machte ich mich morgens auf den Weg zum Bahnhof in Khon Kaen, natuerlich hatte ich auch eine Flasche Wasser mit im Gepaeck fuer die ueber 3 Stunden dauernde Zugfahrt.
Nachdem ich mein Zugticket fuer 35 Baht geloest hatte harrte ich der Dinge die da kommen sollten.

Mir fiel dabei auf, dass die Bahnhofsglocke nicht mehr so blank poliert war wie bei frueheren Besuchen.

Uebrigens fahren die Thais mit diesem Zug noch bis Ende Juli umsonst mit.
Die alten maroden Holz-Schwellen waren gegen neue Betonschwellen ausgewechselt worden.

Ich konnte es kaum glauben, aber der Zug kam mit einer nur geringen Verspaetung im Bahnhof in Khon Kaen an, entgegen frueheren Gelegenheiten.
Also einsteigen und nach einem geeigneten Fensterplatz Ausschau halten. Dabei ist darauf zu achten von welcher Seite die Sonne ins Abteil scheint, denn morgens um 10.00 Uhr steht die Sonne noch ziemlich tief und ist dann aber schon empfindlich heiss.

Die Bahnhoefe an der Strecke sind alle sehr gut gepflegt und mit Blumen geschmueckt.

Gegen 13.00 Uhr kam ich dann in Nongkhai an.

Hier noch ein Foto vom Bahnhof in Na Tha, eine Station vor Nongkhai.

Zu Fuss ging ich dann die kurze Strecke vom Bahnhof zur Bushaltestelle nach dem Checkpoint Nongkhai-Vientiane, loeste mein Busticket und wartete geduldig. Ubrigens kostete der Bus 20 Baht, da Samstag war, gegenueber 15 Baht an Werktagen.
Mit dem Bus geht es dann zur Passkontrolle Nongkhai und dann weiter mit dem Bus ueber die Freundschafts-Bruecke, welche ueber den Mekong fuehrt,  zum Checkpoint Vientiane.


Am Schalter 2 bekam ich nach Vorlage meines Passes die noetigen Formulare, welche ich dann ausgefuellt am Schalter 1 mit Pass, Passfoto und 30 US-Dollar abgab. Wie vorhin schon erwaehnt, es war Samstag und ich musste noch 40 Baht dazu legen, weil das Laos-Visum an WE und an Feiertagen 31 US-Dollar kostet.
An Schalter 3 bekam ich dann nach einer Wartezeit von fast einer Stunde meinen Pass mit Visum fuer Laos und dem Einreisestempel zurueck.
Also Passkontrolle dann einfach durch und auf der andern Seite wieder ausreisen aus Laos. Dabei wird das gerade eben erteilte Visum ungueltig gemacht, da mit der Ausreise das Visum hinfaellig ist.
Mit dem Bus fuer 20 Baht wieder zurueck ueber den Mekhong zur Passkontrolle in Nongkhai.
Aufgrund der unterschiedlichen Meldungen im Internet ueber neue Regelungen beim VISA-Run ging ich nach dem Ausfuellen der Departure-Card zum Schalter fuer die Passkontrolle. 
Ohne besondere Hinweise oder Empfehlungen bekam ich meinen 90-Tage Stempel und konnte weiter.
Zu Fuss ging ich dann wieder zum Ausgangspunkt, d. h. zur Bushaltestelle und fuhr von dort mit dem Samlor fuer 70 Baht zum nationalen Busbahnhof.